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Mittwoch, 30. Januar 2008

Tirade 124 – Fallen


Reinweiße Wahrheit
ein Tropfen Messiaswahn
im Weihwasserfluß

die Sammlung Mausefallen
im Buchstabenmuseum

Dienstag, 29. Januar 2008

Montag, 28. Januar 2008

Kriminalität

In 200 Wohnungen haben 1500 Polizeibeamte nach Haschisch gesucht. Das nenne ich einen Schlag gegen die Kriminalität. Da können sich viele demnächst wieder ganz aufs Koma-Saufen mit Tequila & Co. konzentrieren.

Kriminalität ...

In Muffendorf stießen die Polizisten auf 50 Gramm Marihuana und eine Postsendung mit zwei Tütchen Cannabis-Samen ...

Sprache und Utopie

Einer der Herausgeber der FAZ, Berthold Kohler, schrieb in einem Kommentar: "Ein Regierungswechsel in Hessen aber ermöglichte es dem linken SPD-Flügel, wieder von sozialistischen Utopien zu träumen." Woran wieder einmal deutlich wird, wie negativ ideologische Panzerung sich auf Urteilsfähigkeit und Sprachgestaltung auswirkt. Denn: Ein Flügel träumt nicht. Und wenn ein Linker in der SPD träumt, dann vielleicht von etwas, was ein Rechter in der FAZ für Utopie hält, weil er selbst andersgeartete Träume oder auch Utopien hat. Und wenn ich von einer Utopie als Utopie träume, dann hat sie bereits ihren utopischen Charakter verloren und ist bestenfalls nostalgisches Wehmutsschnarchen. Geträumte Utopie ist schimmeliger Schimmelkäse.

Normopathie

Der durchschnittliche Mensch leidet vor allem darunter, daß sein mühsam gezeichnetes heroisches Bild von sich selbst, die imaginierte Überdurchschnittlichkeit, von seiner Umgebung überhaupt nicht oder nur verzerrt widergespiegelt und unterstützt wird, was er als bedrückende "Eintönigkeit des Alltags" empfindet.

Outside in



Der Spiegel

Der Fleck auf dem Tisch
verdunstende Vergangenheit
schau in den Spiegel
solange das Wasser ihn bildet
schau in das Wasser
und wirf keinen Stein
solange du sprichst
fließt die Geschichte
im Kreis
und stottert nicht
solange Hunde bellen
wärmen auch die matten Worte
wenn Zäune brechen
zur rechten Zeit
atmen wir Erdgeruch
als wären wir
vereint und still
entzeitet

Klettische Rechtschreibung



Letztens fand ich in meiner Post einen Brief von Klett College. "Damit Ihr Kind mehr Erfolg in der Schule hat! – Perfekte Hilfe für bessere Noten". Nun hat meine Tochter auch ohne Klett Erfolg in der Schule, aber das können die bei Klett ja nicht wissen, denn so weit ist die Überwachungs-Verkabelung der Individuen glücklicherweise noch nicht gediehen.

Was die Klettianer jedoch wissen müßten: Wer "perfekte" Hilfe anbietet, sollte ein Mindestmaß an Professionalität walten lassen. Zwar wurde das Wort "perfekt" richtig geschrieben und nicht mit "ck", aber so einiges andere leider nicht.

Wie es scheint, ist bei Klett nicht bekannt, daß das "neue und besondere", unangetastet von jeder Rechtschreibreform, von jeher das "Neue und Besondere" ist. Glasklare Nomen werden selbstverständlich am Anfang mit einem Großbuchstaben versehen.

Auch gibt es in anständigen Texten nach wie vor keine Abkürzungen am Satzanfang, Gedankenstriche sind Gedankenstriche und keine Divise, vor Prozentzeichen findet sich immer ein Zwischenraum, und nicht nur manchmal, ok schreibt man in Deutschland o.k., vor sowie steht, außer bei Appositionen, kein Komma, eine "CD-Rom" gibt es nur als CD-ROM, außer vielleicht in Italien ...

"Für eine erfolgreiche Deutsch-Note ..." Erfolgreiche Note? Nein. Noten können nicht erfolgreich sein, sondern nur diejenigen, die eine gute Note bekommen. Jedenfalls manchmal.

Keine gute Note für Klett.

Anmerkung: Ich selbst schreibe natürlich, wie immer, nach den Regeln der traditionellen Orthographie.

Gedanken zur Gewaltdefinition


Eines der Hauptprobleme bei einer weitgefaßten Definition der Gewalt scheint mir zu sein, daß dadurch Legitimierungsanreize für Gewaltbereite entstehen, etwa dahingehend, daß ein unter struktureller Gewalt Leidender die eigene "rohe" Gewaltanwendung rechtfertigt, indem er erklärt, er könne sich nur so wehren, da ihm die strukturelle Macht fehle, sich auf der gleichen Gewaltebene zur Wehr zu setzen. Schließlich läuft die Argumentation von Gewaltanwendern in den meisten Fällen auf die Postulierung einer Notwehrsituation hinaus. Der eigentlich Gewalttätige und die Ursache der eigenen Gewaltanwendung ist immer der andere.

Taphephobenkultur


Einer verbuddelt

Grabspieler Lebendversuch
mit Rattenkitzel

geistig früh Verscheidende
beim qualfreien Ersticken